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Mein erstes Mal mit Pico im Park

25. Januar 2021

Viele Hobbies, aber nur wenig Freizeit - das geht mit Sicherheit nicht nur mir so. Dass ausgerechnet Sondeln mal zu meinen Hobbies gehören würde, hätte ich damals nicht gedacht. Aber wie heißt es so schön: Es kommt meistens anders als man denkt!

 

Erste Begegnung mit einem Sondler

Vor 15 Jahren erzählte mir mal ein Bekannter, dass er öfter mit seinem Metalldetektor unterwegs ist. Seine Funde durfte ich auch schon bestaunen: In seiner Vitrine präsentierte er die Fundstücke, die er mit seinem Metalldetektor schon aufgespürt hat. Als begeisterter Geologe sammelte er bei diesen Ausflügen außerdem unzählige Fossilien und außergewöhnlich geformte Steine. Damals klang das Thema Sondeln zwar interessant, aber “das Feuer entfacht” hatte es bei mir nicht - noch nicht.

 

Der Stein des Anstoßes

Der Funke sprang erst über, als ich auf den Sondelsüchtig-Kanal bei YouTube stieß: Cooler Typ berichtet gechillt über alles rund ums Sondeln. Interesse geweckt, Leidenschaft entfacht und mich schließlich mit der Qual der Wahl bei der Suche nach dem richtigen Detektor zurückgelassen. Aber wie man den sondelsüchtigen Stefan so kennt, lässt er einen nicht hängen: Nach einem Frage-und-Antwort-Spielchen (Danke an dieser Stelle für die geduldige Beratung) fand ich zu meiner Entscheidung: Der Picosens sollte es werden!

 

Erstmal den Park unsicher machen

Mit Metalldetektor und Kind im Gepäck führte mich der erste Einsatz an einem heißen Sommernachmittag mit dem Fahrrad in den Park. Aufregend für uns beide: Ich fragte mich, ob meine Erstausrüstung in meinen Gepäckträgertaschen überhaupt genug Platz hat. Mein fünfjähriger Nachwuchs hat sich in der Zwischenzeit x-mal von mir bestätigen lassen, dass er auch mal mit dem Metalldetektor herumlaufen darf. Also Pico, Wanderstock, Pinpointer, Schaufel, Handschuhe und Ersatzbatterien in die Taschen gepackt, etwas Wasser für den Durst dazu - ja, es hat tatsächlich alles gepasst - und los ging es zu einer ganz besonderen Fahrradtour.

Im Park fanden wir glücklicherweise Stellen, an denen es ruhig und verlassen war, sodass wir unser Equipment in Ruhe auspacken, zusammensetzen und zum ersten Mal im echten Einsatzgebiet probieren können. Also Picosens aus der Tasche raus, Wanderstock dran und los ging’s! Wie war das gleich mit dem Einschalten und dem Bodenabgleich? Knöpfe wild gedrückt bis ein helles “Bing” bestätigte, dass es endlich losgehen konnte. Noch schnell in der App den Suchbereich konfiguriert - schließlich wollte ich ja keine Kronkorken und Eisennägel finden - losschwenken, Marsch!

Direkt auf den Wegen erschien mir das Sondeln eher sinnlos, also konzentrierte ich mich zunächst auf die Bereiche neben den Pfaden. Schon nach wenigen Schritten im Gestrüpp leuchteten die gelben LEDs wie verrückt.

Der erste Fund! Wie aufregend: Der Puls rast. Das Herz schlägt bis zum Hals. Die Gartenschaufel war schnell gezückt und wir buddelten los. Am Fuße einer großen Eiche ein solches Signal war für den Einstieg vielversprechend. Auch der Nachwuchs durfte mal mit der Schaufel ran, jedoch war das bei all dem kleinen Gestrüpp ringsum gar nicht so einfach. Also übernahm ich das Graben wieder. Nach etwa 10 cm war immernoch kein auffälliges Objekt in Sicht. Nicht nur der Picosens, sondern auch mein Pinpointer (ein XP MI-6) drehte komplett durch. Mehr Piepen, Blinken und Vibrieren ging nicht! Also buddelten wir weiter.

Wir glaubten schon fest daran, den Fund jeden Moment zu bergen, da war plötzlich ein Spaziergänger in Sicht. Als totale Sondler-Neulinge wollten wir uns noch nicht auf komische Fragen von Passanten einlassen, also scharrten wir das Loch wieder zu und “spazierten” mit unseren Fahrrädern unauffällig weiter. Doch der Gedanke an dieses eindeutige Signal wollte uns nicht loslassen.

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Wenn er anschlägt, dann ist da auch was!

Als die Luft endlich wieder rein war, pilgerten wir zu unserer Fundstelle zurück. Die bereits gelockerte Erde holten wir wieder aus dem Loch heraus und buddelten weiter … und weiter … und noch einen Zentimeter. Immer wieder haben wir das Signal überprüft, aber es blieb unverändert genau an dieser Stelle. Immerhin: So konnten wir sicher sein, dass wir das Fundstück nicht mit der Erde schon beiseite geschafft hatten.

Eine Mischung aus Ungeduld und Zweifel machte sich breit und brachte mich schließlich dazu, den Sondelsüchtigen höchstpersönlich zu kontaktieren. Per WhatsApp stellte ich also die dümmste Anfängerfrage, die er wahrscheinlich je gehört hatte: "Was stimmt da nicht? Kann diese Eiche neben meiner Fundstelle so viele Mineralien aufgenommen haben, dass der Pico so heftig auf die Wurzeln reagiert?"

Aus seiner Sprachnachricht konnte ich Stefans Grinsen eindeutig heraushören. Aber zum Glück beinhaltete seine Antwort nicht nur Lachen, sondern auch motivierende Hilfe:

“Wenn der Metalldetektor so anschlägt, dann ist da auch was!”.

Also buddelten wir noch weiter, sodass schließlich die ganze Schaufel inklusive Hand im Loch verschwand. Und da war es: Ein glattes metallisches Objekt, das endlich von meinem Nachwuchs-Schatzsucher und mir geborgen werden wollte!

 

Frau mit Kind im Sondel-Fieber

… könnte eine Überschrift im Wochenendblatt lauten.

So ein fantastisches Gefühl, das detektierte Objekt endlich gefunden zu haben! Es war so aufregend, was auch immer wir da gefunden haben nach und nach zu bergen und schließlich in den Händen zu halten! Doch bevor ich es in den Händen hielt, musste es erstmal ausgebuddelt werden.

Beim Freilegen konnte ich es immer mehr identifizieren: Etwas flaches ... oval ... eine Konservenbüchse aus Weißblech ... sie lag mit dem Deckel nach unten. Für einen kurzen Moment war ich enttäuscht. Doch dann dachte ich mir: Was, wenn jemand in der Fischbüchse etwas Wertvolles versteckt hatte? Also gruben wir das Objekt komplett aus, vergewisserten uns, dass im oder unter dem Loch nicht noch mehr verborgen ist, und verfüllten das Erdloch schließlich wieder ganz vorbildlich mit der ausgehobenen Erde.

Rückblickend kann ich sagen: Gelohnt hat es sich, wenn man den Fund genau betrachtet, nicht. Auch der Inhalt der Büchse beschränkte sich auf jede Menge Erde - kein verstecktes Schmuckstück oder Relikt. Aber die Ortungstiefe hat mich absolut beeindruckt und schließlich es war mein erster Fund! An diesen Moment werde ich mich immer erinnern!

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Konservendose aus Weißblech mit eingeprägten arabischen Zeichen. Für die Fundregion eher untypisch. Fundtiefe: etwa 25 bis 30 cm.

 

Aller guten Funde sind drei: Jetzt geht’s richtig los!

Motiviert von der Tiefenleistung des Picosens und voller Hoffnung, nun auch richtige Schätze zu finden, sondelten wir im Park weiter. Der Funke war ja schon beim Kauf des Metalldetektors übergesprungen, aber mit dem ersten selbst ausgebuddelten Objekt war das Feuer komplett entfacht.

Der zweite Fund ließ nicht lange auf sich warten. Die Idee, in der Nähe von Parkbänken zu suchen, war gar keine so schlechte. Und schon schlug der Pico wieder an: Auf der Wiese neben der Parkbank war wieder voller Einsatz mit der Pflanzschaufel nötig, um die richtige Tiefe zu erreichen.

Geborgen haben wir als zweiten Fund einen roten Flaschendeckel einer Schnapsflasche in etwa 10 cm Tiefe. "Blödes Weißblech!", fluchte ich, steckte den Fund in meine Fundtasche und suchte weiter.

Vielleicht bringt mir mein Nachwuchs mehr Glück, dachte ich, also ließ ich ihn ein paar Runden mit Pico und Pinpointer drehen. Und schon ertönte ein lautes "Bing" - ach, nur die Metallbefestigungen der Parkbank! Und wieder schlug der Pico an: Ja, eindeutig, unsere Fahrräder sind auch aus Metall!

Aber dann! Die Idee, in der Nähe von Parkbänken zu suchen, erwies sich schließlich doch als zielführend: Auf der Wiese neben der Parkbank schlug der Pico wieder an und die Schaufel kam wieder zum Einsatz und bescherte uns in etwa 5 cm Tiefe unsere erste Münze: 10 Cent.

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Nochmal schnell zum Spielplatz

Der Nachmittag war inzwischen fortgeschritten, unser Wasservorrat ging zur Neige und der Nachwuchs-Sondler war vom vielen Buddeln etwas geschafft. Auf dem Heimweg aktivierte mein kleiner Begleiter doch noch einmal seine letzten Kraftreserven und schlug einen Abstecher zum Spielplatz vor. Gesagt, getan!

Schon bei der ersten Runde ums Klettergerüst schlug der Pico wieder an. Nicht zu nah am Gerüst, sodass es tatsächlich ein richtiger Fund sein könnte. Im Sand fiel das Buddeln glücklicherweise auch viel leichter als im Park. Und siehe da: Hier scheinen viele Kinder ihr Kleingeld fürs Eis verloren zu haben. Eine Münze hier, und noch eine da, und dort noch eine! Große Münzen, kleine Münzen, Euros, Cents, und dabei nicht mal Kupfer! Seit dem dritten Fund im Park war uns das Glück also hold. So kann’s weitergehen!

Fazit: Für eine zweistündige Fahrradtour der etwas anderen Art und fürs erste Mal Sondeln unter realen Bedingungen hatten wir eine recht gute Ausbeute. Voller Vorfreude fiebern wir weiteren Ausflügen entgegen.

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Als Andenken an unsere allererste Sondeltour haben diese "Schätze" einen Platz in unserer Sammlung gefunden.

 

Was danach geschah ...

In den folgenden Monaten haben wir hier und da in der Umgebung herumgesondelt - leider nicht so oft wie erhofft, aber dennoch mit tollen Geschichten. Zu den Fundobjekten zählen eine Patronenhülse im eigenen Garten. Am Badestrand buddelte ich einige alte Pfennige, Kettenanhänger, diversen Kram und (traurigerweise) auch Angler-Zubehör aus. Und auf dem nahegelegenen Spielplatz wurden meine Mühen mit einer (halben) Wikinger-Figur aus Bronze und ein paar weiteren Münzen belohnt.

Noch ein paar Monate später: Inzwischen ist ein Kinderdetektor für meinen Nachwuchs-Sondengänger dazugekommen, so gibt es beim Sondeln keinen Stress mehr. Nun fehlt nur nach das richtige Grabewerkzeug - und wieder passendes Wetter!

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Bronzefigur, detektiert in etwa 7 bis 10 cm Tiefe, in Sand und Erde.
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Verschiedene Fundobjekte: Beim Buddeln herauszufinden, wie der Pico und die App worauf reagieren, macht echt Spaß.
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So verarbeitet der Nachwuchs-Sondler das Abenteuer Schatzsuche: "Mama findet mit dem Picosens Schätze".

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