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Was erkennt ein Metalldetektor nicht?

12. Oktober 2022

Welche Metalle können von einem Metalldetektor nicht erkannt werden?

Wenn Du mit Deinem Metalldetektor schon das ein oder andere Mal unterwegs warst, weißt Du, dass Dein Gerät verschiedenste Metallarten orten kann. Vielleicht fragst Du Dich dennoch, ob es Metalle gibt, die ein Metalldetektor nicht erkennen kann. Wie sieht es zum Beispiel bei Metallen mit geringer elektrischer Leitfähigkeit aus?

Welches Material hat die höchste elektrische Leitfähigkeit?

Schauen wir uns zunächst die elektrische Leitfähigkeit ausgewählter Metalle bei 20 bis 25 °C an. Die Ergebnisse können je nach Reinheitsgrad variieren (zum Beispiel Goldlegierungen 333er, 585er und 750er-Gold).


Silber hat die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle.


Material Leitfähigkeit in S/m
Silber 61 x 10⁶
Kupfer 58 x 10⁶
Gold 45 x 10⁶
Aluminium 37 x 10⁶
Wolfram 19 x 10⁶
Zink 17 x 10⁶
Nickel 15 x 10⁶
Messing 14 x 10⁶
Eisen 10 x 10⁶
Platin 9,4 x 10⁶
Zinn 9,1 x 10⁶
Bronze 9,0 x 10⁶
Blei 4,8 x 10⁶
Titan 2,5 x 10⁶
Edelstahl 1,4 x 10⁶

Erkennt ein Metalldetektor Titan?

Die Übersicht zeigt, dass die Metalle Titan und Edelstahl eine geringe elektrische Leitfähigkeit besitzen. Können Metalldetektoren Titan nicht orten, weil es eine geringe elektrische Leitfähigkeit hat? Ein Test mit verschiedenen Proben zeigt, dass VLF Metalldetektoren sowohl Titan als auch Edelstahl erkennen.


Wusstest Du, dass Dein Metalldetektor Ferritmagnete nicht erkennt? Die elektrische Leitfähigkeit von Ferrit geht gegen null. Ferrite sind nicht leitende, meist keramische Werkstoffe aus Eisenoxid und einem geringen Anteil Kohlenstoff.


Wie funktioniert ein Metalldetektor?

VLF-Detektoren ("very low frequency") arbeiten mit einer Sendespule, die ein magnetisches Wechselfeld erzeugt und einer Empfängerspule, über die die Veränderungen des Ausgangsfeldes erfasst werden. Das Wechselfeld erzeugt in metallischen Objekten Wirbelströme, d.h. also die Anwesenheit von Metall im elektromagnetischen Feld der Spulen stört die elektrisch ausgeglichene Ladung der beiden Spulen. Der Detektor wertet diese Veränderung als Signal aus. Anhand der Phasenverschiebung an der Empfangsspule können VLF Metalldetektoren die Art des erkannten Metalls näherungsweise bestimmen. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Diskriminierung am Detektor - eine Funktion zum Ausblenden von Metallen.

Finde ich Goldkettchen mit dem Metalldetektor?

Auffällig bei den Tests ist, dass das Magnetfeld in ringförmigen Objekten eindeutigere Reaktionen als in kleinen, offenen Metallgegenständen bewirkt. Aus diesem Grund ist die Objektbeschaffenheit und -fläche für den Metalldetektor entscheidender als das Material und die elektrische Leitfähigkeit. Richtig schwer zu finden sind feine Goldketten (ohne Anhänger). Diese "sieht" der Metalldetektor nur als einzelne Kettenglieder. Mit besonders hoher Frequenz und zusammengeknäuelt hat man mit dem ein oder anderen Metalldetektor jedoch eine Chance Goldkettchen zu detektieren - häufig aber nur dank des Verschlusses. Ebenso schwierig sind zum Beispiel offene Creolen.


Die Fläche des Suchobjektes und die eingestellte Frequenz des Metalldetektors sind entscheidender als die elektrische Leitfähigkeit.


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Finden Multifrequenz-Detektoren besser?

Die Spule von Multifrequenzdetektoren arbeitet nicht mehr nur mit einer Frequenz, sondern sendet ein differenziertes Signal, das Frequenzanteile unterschiedlicher Frequenzen enthält. Aus den Einzelfrequenzmessungen und dem abschließenden Vergleich resultieren mehr Informationen als bei einem Metalldetektor mit Einzelfrequenz. Wenn der Detektor z. B. die geringste Reaktion bei hohen Frequenzen misst, während bei niedrigen Frequenzen das Ziel fast unsichtbar ist, kann davon ausgegangen werden, dass das Objekt sehr klein ist. Diese Information wird bei der Ausgabe des Leitwertes berücksichtigt. Mit einer Einzelfrequenz gibt es nur eine Information: Entweder das Ziel ist sichtbar oder nicht. Es gibt keine vergleichbaren Informationen. Einen ähnlichen Effekt könnte man erzielen, wenn man ein Objekt mit mehreren Einzelfrequenz-Detektoren mit unterschiedlichen Frequenzen detektiert und dann die Ergebnisse und Leitwerte vergleicht und zu mittelt. Metalldetektoren mit Multifrequenz sind Allround-Detektoren, weil beim Sondeln keine Frequenz für ein bestimmtes Suchziel ausgewählt werden muss. Sie arbeiten mit einem breiten Frequenzbereich und können somit auch ein breites Spektrum von Zielen aller Größenordnungen abdecken. Ein weiterer Vorteil ist, dass Multifrequenzmaschinen mit schwierigeren Bodenverhältnissen besser klarkommen.


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